Wie organisiere ich eine Hilfeplankonferenz?

 
     
   

Förderung der Teilnahme anderer Professioneller an Fallgesprächen/Hilfeplangesprächen

 

     

Hier möchte ich nur auf die Teilnahme von anderen Einrichtungen, Diensten und niedergelassenen Ärzten eingehen, die nicht regelhaft an Fallkonferenzen beteiligt sind bzw. selbst keine Koordinationsfunktion übernehmen.
Hilfreich ist es, kurz vor der schriftlichen Einladung ein Telefongespräch zu führen, in dem der Prozess der Hilfeplanung vorgestellt wird.

Günstig ist es, mit der eigenen Problemdarstellung anzusetzen und um ergänzende Informationen zu bitten.
 

 
Übung    

Aufgabe:
Stellen Sie sich vor, Sie müssten einen niedergelassenen Arzt zu einem Hilfeplangespräch für unser Fallbeispiel Herrn Weber einladen. Wie würden Sie dieses Gespräch beginnen?

Bitte bearbeiten Sie dies in ihrer Kleingruppe und stellen dann ihr Ergebnis in das Kursforum ein - sie sollten die mindestens die ersten vier Sätze wörtlich zitieren.

 
     

 
Sehr hilfreich ist zudem, den Ort der persönlichen Hilfeplankonferenz so zu wählen, dass eine Teilnahme sehr gut möglich wird, also ggf. die Fallkonferenz in dieser Einrichtung, diesem Dienst, dieser Arztpraxis anzusetzen.

Die vereinbarte Zeit sollte möglichst gut eingehalten werden. Falls eine Teilnahme dennoch nicht möglich ist, sollte in der Fallkonferenz dem Koordinator ein entsprechender Auftrag zur Absprache erteilt werden.

Für die Beteiligung anderer Professioneller gelten folgende Leitsätze:

  • verhandeln statt bestimmen sowie
  • Propagierung der eigenen Sicht, Stehenlassen und Dokumentieren unterschiedlicher Sichtweisen statt Verheimlichung und Harmonisierung.

Die Teilnahme an regionalen Hilfeplankonferenzen ist als sich selbst fördernder Wachstumsprozess zu begreifen: Je mehr positive Erfahrungen mit personenbezogener Arbeit gemacht werden können, umso mehr fördert dies persönliche Hilfeplankonferenzen.

 
       
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