Spalte: "Erbringung durch ..."

 
     
   

Anleitung zur Spalte: "Erbringung durch ..."

Hier lautet die generelle Frage, von wem welche Leistung in welchem Zeitraum erbracht werden soll.

     

Zu benennen sind die Mitarbeiter, die konkret die vereinbarte individuelle Hilfeleistung erbringen werden, und zwar mit dem Namen ihrer Organisationseinheit, ihrer Einrichtung, ihres Dienstes. Dies bezieht sich auf alle, auch die im Bereich nichtpsychiatrischer Hilfen eingeplanten Unterstützungsleistungen.

Um zu entscheiden, wer sinnvollerweise bestimmte Leistungen erbringt, ist neben den Wünschen der Klienten die Verfügbarkeit und die funktionale Zuordnung ("Für was ist das wichtig?") entscheidend.
 

 
      Bitte lesen Sie jetzt den Begleittext Gemeindepsychiatrischer Verbund und funktionale Leistungsbereiche durch.

Leistungsbereiche des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Hilfen für die Zuordnung

Die Zuordnung zu Leistungsbereichen ist notwendig, wenn mit dem IBRP Zeitbemessung und damit die Bildung von Gruppen vergleichbarer Hilfebedarfe (nach § 93 BSHG) vorgenommen werden soll.

Diese Zuordnung ist ein notwendiger Zwischenschritt zur Zuordnung von Minutenwerten.
Sie haben bereits den Begleittext gelesen. Dennoch kommt es zu Beginn des Verfahrens manchmal zu Zuordnungsproblemen.

Wichtig für eine erfolgreiche und überprüfbare Zuordnung ist zunächst, gedanklich nochmals zwischen den Hilfezielen und dem Vorgehen zu unterscheiden. Entscheidend für die Zuordnung ist das Hilfeziel. Der entscheidende gedankliche Zwischenschritt betrifft die Frage: Wofür ist das vereinbartes Vorgehen hilfreich?

Die Zuordnung nach Leistungsbereichen ist dementsprechend funktional zu begründen.

Wenn man von den Hilfezielen ausgeht, fällt es wesentlich leichter, sich die "finale Betrachtungsweise" anzueignen und zu einer Zuordnung zu kommen. Zu Beginn fällt die Unterscheidung oft schwer, wenn es um die Zuordnung zwischen Leistungsbereichen wie Tagesgestaltung oder Arbeit geht.

Hierzu ein Beispiel: Vereinbart ist die Unterstützung einer Klientin bei ihrem Hobby, der Blumenpflege. Ohne die Betrachtung der vereinbarten Ziele ist die Zuordnung hier ganz eindeutig: Leistungsbereich Tagesgestaltung. Ist auch das Hilfeziel der Tagesstruktur zuzuordnen, bleibt es dabei.

Ist jedoch als Ziel vereinbart, die Blumenpflege in der Tagesstätte zu übernehmen oder die Fähigkeiten in Hinblick auf ein Tätigwerden im Bereich Floristik - sei es auch nur ehrenamtlich - auszubauen, so wäre diese Leistung dem Bereich Arbeit/Beschäftigung zuzuordnen.

Die methodische Regel lautet: Zuordnungen zu den Leistungsbereichen immer nach finalen Gesichtspunkten (Für was soll das gut sein?) zu begründen; das erleichtert eine Abstimmung in den Fallkonferenzen enorm.
Hintergrund dieser Regel ist die Erkenntnis, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehender Dienste und Einrichtungen Leistungen aus verschiedenen Bereichen erbringen. Das Verfahren des IBRP erkennt dies an und versucht die bestehende Flexibilität von Mitarbeitern für die Kontinuität der Begleitung von Klientinnen und Klienten nutzbar zu machen.

Noch einmal: Die ungewohnte Perspektive funktionalen Denkens fragt nach dem Ziel bzw. der Absicht der Hilfeleistung.
 

 
     

Die bestehende Angebotsorientierung hat die Überlegungen "Für was ist das bei Frau X gut?" bisher überflüssig gemacht. Im Wohnheim gab es nun mal eine Gesangsgruppe, die Arbeitsmotivation wurde in der Tagesstätte angebahnt und im Arbeitstrainingsbereich der Werkstatt gefördert.

Die Frage nach der Funktion der Hilfen, nach der Zuordnung zu Leistungsbereichen, macht die Angebotsprofile von Einrichtungen und Diensten flexibler und bietet neue Möglichkeiten.

 
     
 

Übung

Lehr-Video

 
 

Bitte sehen Sie sich die unten aufgelisteten Videos noch einmal unter folgendem Aspekt an:

Welche Leistungsbereiche würden Sie als Kollege/Kollegin der Sozialpädagogin in den Videos dieser zuordnen?

Video 1

mit Realplayer
mit Windows Media Player

Video 2

mit Realplayer
mit Windows Media Player

Video 3

mit Realplayer
mit Windows Media Player

Video 4

mit Realplayer
mit Windows Media Player

 
       
Zum Seitenanfang    
Eine Seite vorblättern Inhaltsverzeichnis anzeigen Nächste Seite anzeigen