Spalte: "Vorgehen"

 
     
   

Anleitung zur Spalte: "Vorgehen"

Die Frage lautet: Welche fachliche Vorgehensweise ist notwendig bzw. sinnvoll, um die vorher genannten Ziele unter Berücksichtigung:

  • der vorhandenen und verfügbaren Fähigkeiten,
  • der bestehenden Fähigkeitsstörungen und Beeinträchtigungen,
  • der (aktivierbaren) nichtpsychiatrischen Hilfen sowie
  • des genannten Bedarfes an psychiatrischen Hilfen erreichen zu können?
Lehr-Video    

Eine Beispiel-Videosequenz zum Thema: Maßnahmen verabreden sehen Sie hier:

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Generell ist wichtig: Die Bedeutung und Aufgabe von fachlicher Planung wird häufig unterschätzt. Wie eine Fachkraft Planung "macht", hängt auch von persönlichen Stilen und Vorlieben ab. Auf alle Fälle ist in ausreichend kleinen Schritten vorzugehen, um alle Aspekte zu berücksichtigen und um dann zu "Zusammenfassungen" zu kommen. Eine Möglichkeit ist, vom Allgemeinen zum Besonderen zu gehen, um so zu Zusammenfassungen zu kommen. Ein Beispiel:

1. Es hat sich herausgestellt, dass, um in einer eigenen Wohnung leben zu können, fachpsychiatrische Hilfen notwendig sind.

2. Diese allgemeinste Ebene wird "zerlegt" und fortgeführt unter anderem in: Es hat sich weiterhin herausgestellt, dass dazu Hilfen zur Sicherstellung der Ernährung notwendig sind.

3. Dieses wiederum wird "zerlegt" etwa in: Auf Grund einer starken Beeinträchtigung durch Ängste und Vergiftungsideen kommt momentan für das Mittagessen ausschließlich selbst zubereitetes Essen in Frage. Beim Einkauf und Zubereiten sind häufige Rückversicherungen bei einer psychiatrischen Fachkraft notwendig. Fachliche Mittel dafür sind: Begleitung beim Einkauf, Dabeisein beim Zubereiten und Essen, Nachbesprechung.

4. Folgende "Zusammenfassungen" sind denkbar: Da Hausbesuche sinnvoll sind, können dabei noch eventuell andere Dinge, die "hineinpassen", mit besprochen werden. Die auch in anderen Lebensbereichen durch Ängste und Vergiftungsideen beeinträchtigte Person wünscht weiterhin diesbezüglich "aufarbeitende" Unterstützung, zum Beispiel im Rahmen einer Psychotherapie oder im Rahmen einer psychoedukativen Gruppe.

5. Der Umfang (Anzahl der Treffen, Zeit pro Woche) der geplanten Hilfe ist festzulegen. Bei der Planung des Vorgehens ist zu unterscheiden zwischen:

  • einer Einzelleistung, wie zum Beispiel einem therapeutischen Gespräch und
  • einer Bündelung von Maßnahmen wie der unterstützenden Begleitung beim Einkauf und dabei integrierter Beratung etwa bezüglich der Einteilung des Geldes, der Ernährung und Zuordnung zu einem Leistungsbereich (siehe hierzu AS 7 b). Für die Detailplanung ist es sicherlich notwendig, diese gesondert festzuhalten.

In der Spalte 7 werden nur die zusammengefassten Ergebnisse der Planung dokumentiert. Bei der fachlichen Haltung geht es hier immer um ein Verhandeln statt Verordnen. Klare, überschaubare Zielsetzungen erleichtern das Ausfüllen dieser Spalte erheblich.

 

 

Übung

Lehr-Video

 
 

Arbeitsaufgabe:

Bitte sehen Sie sich die folgenden Video-Sequenzen an:

Video 1

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Video 2

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Video 3

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Video 4

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Bitte listen Sie auf welche Hilfearten die Sozialpädagogin in dem Video erbringt. Sehen sie dazu im Manual psychiatrische Hilfen nach.

Beschreiben Sie ausserdem, was die Sozialpädagogin bei Ihren Hausbesuchen bei der KLientin alles erledigen könnte.

 

 
       
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